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Von starken und schwachen Zehrern

16.05.2019 . Lesezeit: 2 Minuten

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Jonas

Jonas (22) hat Agrarbiologie studiert. Seine Leidenschaft für Pflanzen und das Gärtnern entdeckte er durch ein Praktikum bei einer Permakultur NGO. Seitdem gärtnert er auf seinem Balkon und in Gemeinschaftsgärten.

In vielen Gartenbüchern, -blogs und auch in dieser App wirst du immer wieder über die Begriffe “Stark-, Mittel- und Schwachzehrer” stolpern. Doch was bedeutet das eigentlich genau?

In diesem Artikel findest du:

  1. Starkzehrer und Mittelzehrer
  2. Schwachzehrer

Die drei Begriffe beschreiben die generellen Nährstoffansprüche einer Pflanze. Starkzehrer brauchen viel mehr Nährstoffe und erfordern ein ausgewogenes Bodenmilieu. Für sie reicht es meist nicht während der Gartensaison einfach ein paar mal mit Flüssigdünger zu düngen. Um optimale Ergebnisse zu erzielen solltest du dein Starkzehrer Beet vorbereiten, bevor du die Pflanzen ins Beet setzt. Dazu solltest du organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne in den Boden einarbeiten. Das machst du am besten im Herbst. Aber keine Sorge: wenn du im Herbst nichtmehr dazu gekommen bist, ist das halb so wild, auch mit einer Beetvorbereitung im Frühjahr kannst du noch einiges rausholen. Zusätzlich kannst du den Boden mit einer Mulchschicht bedecken und im Herbst eine Zwischenfrucht säen.

Starkzehrer und Mittelzehrer

Zu den Starkzehrern zählen zum Beispiel Kohlgewächse, Gurken, Kürbisse und Zucchinis oder auch Tomaten.
Mittelzehrer sind nicht ganz so anspruchsvoll wie Starkzehrer und bedürfen keiner extra Beetvorbereitung. Sie können zum Beispiel auf einem Beet kultiviert werden, auf dem im vorherigen Jahr Starkzehrer gewachsen sind. Ein paar Flüssigdüngergaben über den Sommer verteilt reichen meist aus um das volle Potential dieser Pflanzen auszuschöpfen. Typische Mittelzehrer sind zum Beispiel Blattgemüse wie Mangold und Spinat oder auch Wurzelgemüse wie Rote Beete und Rettich.

Schwachzehrer

Als Schwachzehrer werden gemeinhin die Pflanzen bezeichnet, die keine besonderen Ansprüche an den Nährstoffgehalt des Bodens stellen und schon mit wenigen Nährstoffen auskommen. Für diese Pflanzen braucht es oft gar keine zusätzliche Düngung. Zu ihnen zählen viele Kräuter wie Minze oder Basilikum, aber auch Nebenkulturen wie Radieschen.

Das Konzept von Stark-, Mittel- und Schwachzehrern beschreibt die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen natürlich nicht erschöpfend. Viele Pflanzen haben spezielle Ansprüche an die Zusammensetzung der Nährstoffe, die sie durch den Dünger erhalten. Doch gibt die Einteilung in die drei Kategorien einen groben Überblick und bietet außerdem einen Anhaltspunkt für die Beetplanung.

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